Ernährung

Wer sich mit den Bestandteilen der Nahrung bereits auseinandergesetzt hat, dem werde ich hier nicht viel neues erzählen. Ich möchte auf die Bestandteile eingehen, in welchem Futter was enthalten ist, und letztlich auf die Bedürfnisse der Vögel.

1. Bestandteile der Nahrung

1.1 Proteine (Eiweiße)

Protein und Eiweiß: sind zwei Begriffe, die dasselbe meinen. Lediglich der Begriff Rohprotein meint etwas anderes. Rohprotein enthält im Gegensatz zu Protein auch stickstoffhaltige Verbindungen, die sogenannten Amide, von nichteiweißartiger Natur, das vor allem in pflanzlicher Nahrung vorkommt. Es kann von Vögeln nicht verwertet werden.

Eiweiß wird für den Aufbau und Erhalt der Muskeln und Organe verwendet. Es kann nicht durch Fett oder Kohlenhydrate ersetzt werden und muß daher regelmäßig zugeführt werden. Der Proteinbedarf ist in der Wachstumsphase (Eiproduktion & Jungenaufzucht und Mauser) und bei körperlicher Anstrengung (viel Bewegung; Freiflug) erhöht.

Protein besteht aus ca. 20 verschiedenen Bausteinen, den Aminosären. Aminosäuren enthalten Stickstoff und werden in essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren unterteilt. Der Körper ist in der Lage, die nicht-essentiellen Aminosäuren aus anderen Stickstoffquellen herzustellen. So kann er einen kurzzeitigen Mangel überbrücken. Die essentiellen Aminosäuren müssen zugeführt werden. Essentielle Aminosäuren sind Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.

Tierische Eiweiße werden zu Zeiten von hohem Eiweißbedarf besser verwertet und bevorzugt aufgenommen. Auch in freier Wildbahn nehmen die Elterntiere Insekten auf, um den Bedarf der Jungtiere zu decken.

1.2 Fette

Fette können im Gegensatz zum Eiweiß im Körper gespeichert werden und müssen daher nicht permanent zugeführt werden. Fette sind Verbindungen von Glycerin einerseits und gesättigten bzw. einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren andererseits. Da die Körpertemperatur der Papageien etwas höher als bei Säugetieren liegt (38-40 °C), geben sie immer Energie in Form von Wärme ab und benötigen daher ständig Energie, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.

Fett ist ein Reservebrennstoff, der v.a. im Brustbereich gespeichert wird. Durch Abtasten des Brustbeins kann man schnell feststellen, ob ein Vogel zu dick ist. Im Fettgewebe werden (wie auch bei uns) Schadstoffe (z.B. Schwermetalle) eingelagert. Es kann von Vorteil sein, wenn das Fettgewebe regelmäßig abgebaut wird, damit sich keine größere Konzentration an Schadstoffen im Körper ansammeln kann. Nimmt der Vogel stark ab, z.B. im Krankeitsfall, belasten die Schadstoffe nicht noch zusätzlich den Organismus.

Wie bei den Aminosäuren gibt es auch essentielle Fettsäuren, weshalb die Ernährung nicht komplett fettfrei sein darf. Zu den essentiellen Fettsäuren gehören Linolsäuren, Linolensäure und Arachidonsäure. Besonders wichtig sind sie für die Eibildung, um eine normale Entwicklung der Embryonen zu gewährleisten. Auch Gesundheits- und Wachstumsstörungen können durch einen Mangel hervorgerufen werden. Fette dienen aber auch als Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Tiere, die im Winter auch Zugang zu Außenvolieren haben, oder bei niedrigen Temperaturen gehalten werden, sollten im Winter eine fettreichere Mischung erhalten. Gute Fettlieferanten sind z.B. Sonnenblumenkerne, Hanf, Kardi, Negersaat, Leinsamen sowie Nüsse. Diese fettigen Saaten können aber leicht ranzig werden, so daß man darauf achten sollte, diese nicht zu überlagern.

1.3 Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind entweder einfache Zucker oder Verbindungen von einfachen Zuckern. Sie werden in Monosaccharide (Einfachzucker), Disaccharide (Zweifachzucker) oder Polysaccharide (Mehrfachzucker) unterteilt. Einfachzucker sind z.B. Trauben- oder Fruchtzucker, Zweifachzucker sind z.B. Rohr- und Rübenzucker oder auch der Milchzucker. Letztere kann von Vögeln nicht verwertet werden, da ihnen das Enzym Lactase fehlt. Der Milchzucker kann nicht gespalten werden und gelangt in den Dickdarm. Dort kommt es dann zu Verdauungsproblemen. Dem ein oder anderen Leser kommt dies vielleicht bekannt vor (Stichwort Laktoseintoleranz). Bei den Vielfachzuckern ist Stärke der Wichtigste, da sie in den meisten Getreidesorten in großen Mengen zu finden.

Alle Kohlenhydrate werden im Körper in Monosaccharide umgewandelt und über das Blut transportiert. Entweder werden sie direkt verbraucht oder können im Köper in Fett umgewandelt und gespeichert werden.

1.4 Vitamine

Das Wort Vitamin ist von vita = Leben und Amin (Stickstoffverbindung) abgeleitet. Im Gegensatz zu den bisher genannten Bestandteilen der Nahrung liefern Vitamine keine Energie. Bis auf Vitamin C sind alle anderen Vitamine für den Sittich essentiell und müssen in reiner Form oder als umwandelbare Vorstufe, dem Provitamin, mit der Nahrung zugeführt werden. Vitamine sind lebensnotwendig für den Organismus, um die Nahrung optimal ausnutzen zu können und für einen reibungslosen Ablauf aller Stoffwechselfunktionen. Ein Fehlen kann zu Wachsstumsstörungen und Krankheiten führen.

Die Vitamine werden in zwei Gruppen eingeteilt: die fett- und die wasserlöslichen Vitamine. Zur ersten Gruppe gehören die Vitamine A, D, E und K, wohingegen die Vitamine C, B1, B2, B6, B12, Biotin, Folsäure, Nicotinamid, Pantothensäure, Cholin und Meso-Inosit wasserlöslich sind.

Zum völligen Fehlen eines Vitamins, sogennante Avitaminose, kommt es allerdings recht selten. Die Hypervitaminose, ein Mangel an einem oder mehreren Vitaminen, tritt schon häufiger auf. Nach einiger Zeit kann es zu Stoffwechselstörungen kommen, welche sich in unspezifischen Krankheitssymptomen äußern kann, wie z.B. Wachstums-, Mauser- oder Befiederungsstörungen, Parasitenbefall und eine Anfälligkeit für Krankheiten. Eine Überdosierung, Hypervitaminose, ist nur bei den fettlöslichen Vitaminen möglich, da diese im Körper gespeichert werden können.

Der Vitaminbedarf eines Lebewesens ist abhängig von seiner Lebenssituation. In einer Ruheperiode ohne Belastungen wie Mauser, Brut und Jungenaufzucht, Krankheit oder Streß (wie z.B. Transport, Ausstellungen oder auch Kälte) ist der Bedarf geringer. Jede Erhöhung der Leistung ist mit einer Steigerung des Stoffwechsels verbunden, und damit der Nähr- und Wirkstoffe. In der Zuchtphase kann sich eine zu geringe oder nicht optimale Nährstoffversorgung in schlechter Schlupfrate bemerkbar machen. Schlechte Eierschalenqualität oder Probleme bei der Eiablage sind inbegriffen. Im Falle einer Krankheit sollte die Vitamingabe bis nach Abheilung erfolgen; gerade wenn Antibiotikum verabreicht wurde ist der Bedarf am Vitamin B-Komplex erhöht.

Vitamine zerfallen unter der Einwirkung von Licht und Sauerstoff. Daher ist es wichtig, auf eine gute Futterqualität zu achten. Wer am Futter spart, spart definitiv am falschen Ende! Um zu überprüfen, ob das Futter nicht zu alt ist, kann man einen Keimtest machen: dazu zählt man 100 Körner seiner Futtermischung ab, und bringt diese zum Keimen. Die Prozentzahl läßt sich so leicht errechnen. Unter 50% ist absolut inakzeptabel. Ebenso wie die Vitamine in der Nahrung, zerfallen auch die künstlichen Vitamine bei Licht- und Sauerstoffeinwirkung. Daher sollte man schauen, daß mit Vitaminen präpariertes Futter zügig gefressen wird. Aus dem gleichen Grund halte ich nichts davon, Vitamine über das Trinkwasser zu verabreichen. Es gibt im Handel aber auch gefärbte Trinkröhrchen. Bei der Gabe über das Trinkasser sollte man wohl besser auf diese Röhrchen umsteigen. Des Weiteren ist der Flüssigkeitsbedarf an heißen Tagen oder während der Jungenaufzucht stark erhöht: da würde ich in diesen Zeiten keine Vitamine über das Trinkwasser geben. Auch trinken die Katharinasittiche wesentlich mehr als die Wellensittiche. Aber dies bleibt jedem selbst überlassen: ich möchte lediglich Denkanstöße geben!

1.4.1 Fettlösliche Vitamine

1.4.1.1 Vitamin A

Vitamin A kommt ausschließlich in Futtermitteln tierischer Herkunft vor: Leber, Eigelb oder Milch. In pflanzlichen Nahrungsmitteln kommt kein Vitamin A, sondern das Provitamin (Beta-Carotin) in größeren Mengen vor. Hier vor allem in grün, gelb oder orange gefärbten Pflanzenteilen. Samen enthalten so gut wie kein Beta-Carotin! Besonders hoch ist der Anteil in Möhren, Tomaten, Paprika, Hagebutten und Löwenzahn. Vorsicht: Beta-Carotin ist sehr empfindlich was Licht und Sauerstoff angeht.

Das Vitamin A wird insbesondere bei Wachstumsprozessen benötigt. Aber auch die Haut, v.a. die Schleimhäute, und die Augen benötigen es. Daher macht sich ein Mangel in Mauser- und Gefiederstörungen und Infektionen der Atemwege bemerkbar. Hier sind v.a. die Pilzinfektionen wie Aspergillose zu nennen. Engpässe können vom Vogel überbrückt werden, da es in der Leber gespeichert werden kann. Dies soll aber nicht heißen, die Tiere nur gelegentlich mit Vitamin-A-haltigem Futter zu versorgen.

Hinweis: früher wurde häufig Lebertran oder Fischöl gegeben. Da diese schnell zerfallen kann die Leber durch die Zerfallsprodukte bei hohen Gaben von Lebertran und Fischöl angegriffen werden. Leberprobleme machen sich häufig in Gefiederverfärbungen bemerkbar.

1.4.1.2 Vitamin D

Von Bedeutung ist das Vitamin D3, welches als Vorstufe in Futtermitteln tierischer Herkunft vorkommt. Unter Einfluß von UV-Licht wird das Provitamin in Vitamin D3 umgewandelt.

Für den Kalzium- und Phosphorstoffwechsel ist Vitamin D wichtig. Es sorgt für eine gute Knochenbildung bei den Jungtieren und schützt Alttiere vor Knochenentkalkung. Auch sollte man während der Brut darauf achten, daß es ausreichend aufgenommen wird, da es für die Eiproduktion eine Rolle spielt.

Bei Altvögeln führt ein Mangel zu Rachitis. Besonders gefährdet sind Hennen, wenn sie brüten. Dadurch wird den Knochen noch mehr Kalzium entzogen, was zu einem Zusammenbruch des Kalziumstoffwechsel führen kann. Dies äußert sich in Mattigkeit, später in Lähmungen der Gliedmaßen. Bei Jungtieren können die Knochen nicht aushärten, wodurch sich diese verbiegen können. Anfällig sind die Röhrenknochen der Beine, die Wirbelsäule und das Becken.

Als fettlösliches Vitamin kann es überdosiert werden. Dann lagert sich Kalzium an den Organen, Blutgefäßen oder Gelenken ab.

1.4.1.3 Vitamin E

In fast allen Futtermitteln enthalten, kommt es vor allem in chlorophyllhaltigen Pflanzenteilen (den grünen) und Getreidekeimen vor. Für die Ernährung spielt aber nur das a-Tocopherol eine Rolle. Wie das Vitamin A zerfällt auch Vitamin E leicht an Luft und Licht. Vitamin E wird in der Leber, der Lunge, der Milz, im Fettgewebe und in der Hypophyse gespeichert.

Die Aufgaben des Vitamin E's sind sehr vielfältig: es ist zum einen als "Fruchtbarkeitsvitamin" bekannt, weil es die Funktion der Hypophyse beeinflußt, wodurch die Hormonausschüttung aktiviert wird. Zum anderen spielt es eine große Rolle im Fettstoffwechsel: es schützt die ungesättigten Fettsäuren vor Oxidation und somit die Zellwände, Hormone und Enzyme. Je mehr ungesättigte Fettsäuren aufgenommen werden, desto höher ist der Bedarf an Vitamin E. Außerdem verstärkt es die Wirkung von Vitamin A: für einen optimalen Vitamin-A-Haushalt muß auch der Vitamin-E-Haushalt stimmen.

Eine verminderte Fruchtbarkeit kann ein Anzeichen für einen Vitamin-E-Mangel sein. Auch kann das Nervensystem und das Gehirn geschädigt werden. Das kann zu Bewegungsstörungen wie Verdrehen es Kopfes führen.

1.4.1.4 Vitamin K

Als K1 und K2 in der Natur vorkommend hat nur Vitamin K1 eine Bedeutung. Es kann in der Leber gespeichert werden und wird für eine gute Blutgerinnung gebraucht. Man findet es in Günpflanzen. Auch Vitamin K ist sehr lichtempfindlich. Vitamin K2 wird im Darm von Mikroorganismen gebildet.

Eine Unterversorgung führt zu starken Blutungen; auch bei kleinen Verletzungen. Besonders schlimm sind dabei innere Verletzungen, da innere Blutungen nur schwer erkannt werden. Des Weiteren kann die Sterblichkeitsrate von Küken erhöht sein. Einen Mangel kann man eventuell an einer erhöhten Aufnahme des Kotes erkennen, da dieser relativ viel Vitamin K1 enthält.

1.4.2 Wasserlösliche Vitamine

1.4.2.1 Vitamin-B-Komplex

Der Vitamin-B-Komplex besteht aus neun verschiedenen Verbindungen, die im Folgenden aufgeführt werden. Sie stellen keine einheitliche Klasse dar, da sie chemisch und pharmakologisch verschieden sind. Bei der Verabreichung von Antibiotikum oder Sulfonamide wird der Vitamin-B-Haushalt negativ beeinflußt, so daß im Krankheitsfall und auch noch bei beginnender Genesung auf eine erhöhte Zufuhr geachtet werden sollte.

Vitamin B1

Normalerweise ist es in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln ausreichend vorhanden. Vor allem in Hülsenfrüchten, Samenkeimen, Nüssen und Hefen. Fü die normale Verdauung und besonders dem Kohlenhydratstoffwechsel ist es von großer Bedeutung: je mehr Kohlenhydrate gefüttert werden, desto höher ist der Bedarf an Vitamin B1. Aber auch bei der Funktion des Nervensystems spielt es mit eine Rolle. Bei einem Mangel, der jedoch selten auftritt, kommt es zu Krämpfen und Lähmungen sowie Störungen des Bewegungsablaufes.

Vitamin B2

Es ist vorrangig in Futtermitteln tierischer Herkunft enthalten; außerdem in grünen Pflanzenteilen, Getreidekeimen und Hefen. Vitamin B2 ist ein Baustein für viele Enzyme und daher für den gesamten Stoffwechsel, insbesondere der Energiegewinnung, wichtig. Ein Mangel kann zu schlechter Futterverwertung und als Folge davon zu Wachsstums- und Befiederungsstörungen führen. Außerdem tritt eine hohe Kükensterblichkeit auf.

Vitamin B6

Vitamin B6 ist besonders in Getreidekeimen, Grünfutter und Hefen vorhanden. Es ist vorrangig für den Eiweißstoffwechsel und somit fü die Energiegewinnung zuständig. Daher macht sich ein Mangel in Wachsstums- und Entwicklungsstörungen bei Küken bemerkbar. Außerdem können Störungen des Zentralnervensystems auftreten.

Vitamin B12

Vitamin B12 ist das Wachstumsvitamin schlechthin: es ist am Aufbau der Zellkernsubstanz beteiligt und als Folge davon bei allen Wachstumsprozessen (Aufzucht, Mauser, Blutbildung). Fü den Stoffwechsel spielt es ebenfalls eine Rolle. Ein Vitamin B12-Mangel führt daher zu Störungen bei der Mauser oder im Wachstum, Hautveränderungen oder schlechte Schlupfrate sowie hohe Sterblichkeit der Küken.

Da es ausschließlich von Mikroorganismen synthetisiert wird, kommt es nicht in Pflanzen vor. Es kommt in der Leber, Fleisch, Eiern, Milch oder Algen vor. Als einziges wasserlösliches Vitamin kann es vom Körper gespeichert werden. Es wird im Darm von entsprechenden Bakterien gebildet, kann jedoch nicht mehr aufgenommen werden. Durch erneutes Fressen des Kotes kann das so gebildete Vitamin B12 vom Sittich verwertet werden.

Biotin (Vitamin B7, Vitamin H)

Biotin ist vor allem in Getreide und Hefen enthalten. Es kann teilweise im Darm der Sittiche durch entsprechende Bakterien gebildet werden. Biotin spielt ebenfalls eine Rolle im Stoffwechsel, insbesondere bei der Einweißsynthese und dem Kohlenhydratstoffwechsel. Ein Mangel kann man an Hautveränderungen erkennen. Des Weiteren können Befiederungsstörungen auftreten.

Folsäure (Vitamin B9, Vitamin B11, Vitamin M)

Folsäure kommt in fast allen Futtermitteln vor, besonders jedoch in Sojabohnen, Weizenkeimen, grünem Gemüse oder Bierhefen. Sie ist für den Stoffwechsel und die Blutbildung wichtig. Im Immunsystem fördert sie die Antikörperbildung. Im Verdauungssystem spielt sie eine Rolle für die Schleimhautfunktion. Ein Mangel führt ebenfalls zu Wachsstums- und Befiederungsstörungen, was sich insbesondere in Verfärbungen äußern kann.

Nikotinsäure oder Niacin (Vitamin B3, Vitamin P)

Nikotinsäure kommt in Getreide, Obst, Gemüse und ebenfalls Hefen vor. Außerdem kann ein Großteil des Bedarfs durch den Abbau von Tryptophan (eine Aminosäure) gedeckt werden. Sie ist Bestandteil vieler Enzyme und hat daher für den Stoffwechsel eine große Bedeutung (Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteine). Nikotinsäure spielt ebenfalls für das Nervensystem und für die Haut eine Rolle. Dementsprechend macht sich ein Mangel ebenfalls in Wachstums- und Befiederungsstörungen, Hauterkrankungen und -veränderungen sowie in Fruchtbarkeitsstörungen bemerkbar.

Pantothensäure (Vitamin B5)

Gute Lieferanten sind Grünpflanzen und Hefen; sie kommt aber in fast allen Futtermitteln vor. Pantothensäure ist Bestandteil von Coenzym A und spielt somit eine Rolle beim Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Des Weiteren ist es wichtig für Haut und Schleimhäute. Ein Mangel kann sich in Wachstums-,Fruchtbarkeits- und Gefiederstörungen äußern. Hautveränderungen, vor allem an Schnabel und den Augenliedern, können auftreten.

Cholin (Vitamin B4)

Cholin ist eine quartäre Ammoniumverbindung. Als Essigsäureester bildet es den Neurotransmitter Acetylcholin und als Phosphorsäureester ist es Bestandteil der Lecithine (Phosphatidylcholine). Cholin kommt vor allem in Hefen und tierischen Eiweißen vor. Es ist wichtig für viele Stoffwechselfunktionen, z.B. dem Fettstoffwechsel. Es ist kein essentieller Nährstoff, da es aus Aminosäuren (in erster Linie Serin und Methionin), Folsäure und Vitamin B12 im Körper hergestellt werden kann. Lediglich in den ersten Lebenswochen sind die Jungtiere dazu noch nicht in der Lage, so daß in dieser Zeit auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden sollte.

1.4.2.2 Vitamin C

Vitamin C kommt in allen Gemüse- und Obstsorten vor. Es stärkt bekanntermaßen das Immunsystem und hilft bei der Knochen-, Blut- und Hormonbildung. Vögel können Vitamin C jedoch aus Glucose synthetisieren. Lediglich in Streßsituation (Krankheit, Transport, Mauser) kann die eigene Produktion eingeschränkt sein, so daß auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden muß.

2. Mineralien und Spurenelemente

Im Gegensatz zu den bisher besprochenen Nährstoffen sind die Mineralien anorganischer Natur. Sie sind jedoch ebenfalls essentiell. Der Anteil an Mineralstoffen im Vogelkörper entspricht in etwa 5% des Körpergewichts. Man unterscheidet zwischen Mengenelementen und Spurenelementen. Zu den Mengenelementen gehören Natrium (Na), Chlorid (Cl), Kalium (K), Magnesium (Mg), Kalzium (Ca), Schwefel (S) und Phosphor (P). Zu letzteren zählt man Eisen (Fe), Fluor (F), Zink (Zn), Silicium (Si), Kupfer (Cu), Vanadium (V), Zinn (Sn), Selen (Se), Mangan (Mn), Iod (I), Nickel (Ni), Molybdän (Mo), Chrom (Cr) und Kobalt (Co).

Mineralstoffe sind für viele Vorgänge im Körper unentbehrlich: für die Knochen, Blut und andere Körperflüssigkeiten (Magensaft, Druck in den Zellen) und bei Stoffwechselvorgängen zusammen mit Vitaminen und Enzymen (teilweise auch nur katalytisch). Sie können im Körper gespeichert werden, so daß Engpässe kurzzeitig ausgeglichen werden können. Man sollte jedoch ständig verschiedene Quellen zur Verfügung stellen. Die Tiere merken sobald sie Nachschub brauchen.

2.1 Kalzium

Kalk kommt einem wohl als erstes in den Sinn, wenn von Mineralien die Rede ist. Gemeint ist aber das Kalzium. Der größte Teil wird zum Aufbau der Knochen gebraucht. Außerdem spielt es noch eine Rolle bei der Blutgerinnung sowie bei Muskel-, Nerven- und Enzymaktivitäten. Sehr hoch ist der Bedarf während der Wachstumsphase der Jungtiere: das Skelett muß ja erst aufgebaut werden. Daneben brauchen die Hennen sehr viel Kalzium, um die Eierschale produzieren zu können. Die Knochen dienen als Kalziumspeicher: im Umkehrschluß heißt es aber auch, daß diese brüchig werden, wenn die Kalziumversorgung unzureichend ist.

Damit Kalzium gut vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann, wird Vitamin D3 und Phosphor benötigt. Das optimale Kalzium-Phosphor-Verhältnis ist 1,5-2:1. Da der Phosphorgehalt in der Nahrung (der angebotenen Körnermischung) höher ist, sollte man immer zusätzliches Kalzium anbieten. Bei einem ungünstigen Verhältnis oder einer Unterversorgung steigt der Bedarf an Vitamin D3.

2.2 Phosphor

Da in den Futtermitteln ausreichend Phosphor vorhanden ist, kommt es nur selten zu einer Unterversorgung. Diese äußert sich in einem schlechten Allgemeinzustand und Fruchtbarkeitsstörungen. Phosphor ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Knochen, spielt aber auch eine Rolle im Energiestoffwechsel sowie für den Aminosäurestoffwechsel. Man beachte das bereits erwähnte Kalzium-Phosphor-Verhältnis.

2.3. Magnesium

Wie Phosphor ist es in den meisten Futtermitteln ausreichend vorhanden, so daß man selten eine Mangelsituation hat. Zusammen mit Kalzium und Phosphor festigt es die Knochen. Außerdem ist es Bestandteil vieler Enzyme, die die Verstoffwechselung von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen bewirken. Wichtig ist es ebenfalls für Nerven und Muskeln. Eine (nicht sehr wahrscheinliche) Unterversorgung führt zu einer schlechten Verwertung des Futters, Muskelkrämpfen sowie Herz- und Kreislaufstörungen.

2.4 Natrium und Chlorid

Natrium und Chlorid gehören als Kochsalz zusammen. Natrium ist in den meisten Futtermitteln enthalten - bei reiner Körnerfütterung kann es jedoch zu einem Mangel kommen. Natrium und Chlorid (und Kalium) regeln den Druck in den Zellen (der osmotische Druck) und sind somit für den Wasserhaushalt sehr wichtig. Chlorid ist Bestandteil der Salzsäure im Magen und spielt so für die Verdauung auch noch eine Rolle.

So wichtig beide Elemente sind, wird doch vor einem Zuviel ausdrücklich gewarnt: bitte lassen Sie Ihre Sittiche nichts fressen, was für den Menschen bestimmt ist (z.B. Naschen am Mittagstisch) und stellen sie auch keine Salzlecksteine zur Verügung. Ab 0,8% Kochsalzgehalt kann es zu einer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, bzw. der Gesundheit kommen.

2.5 Kalium

Wie unter dem vorherigen Punkt schon erwähnt ist Kalium ebenfalls für den Druck in den Zellen und somit am Wasserhaushalt beteiligt. In der Nahrung ist es ausreichend vorhanden, so daß es eher zu einer Überversorgung kommt, die aber durch Natrium wieder kompensiert wird. Des Weiteren wird Kalium für den Nährstofftransport und zur Muskelkontraktion benötigt.

2.6 Schwefel

Schwefel findet sich in Aminosäuren tierischer Herkunft, wie Methionin und Zystin. Weniger vorhanden ist es Futtermitteln pflanzlicher Herkunft. Schwefel wird bei Wachstumsprozessen gebraucht, daher sollte bei der Brut und während der Mauser tierisches Protein verfüttert werden.

2.7 Eisen

Der größte Teil an gebundenem Eisen im Körper befindet sich im Blut, nämlich dem Hämoglobin. Daneben wird es in der Leber und Milz gespeichert. Eisen hilft bei der Abwehr von Infektionen und wird im Energiestoffwechsel gebraucht. Ein Mangel führt dementsprechend zu erhöhter Infektionsgefahr und Blutarmut. Eisen kann nicht überdosiert werden, da überschüssiges Eisen direkt wieder ausgeschieden wird. Hirse und Hafer sind gute Eisenlieferanten. Da Hirse der Hauptbestandteil des Körnerfutters ist, ist ein Mangel eher selten (zu altes, überlagertes Futter).

2.8 Kupfer

Wie Eisen ist es für die Bildung von Hämoglobin unentbehrlich. Eisen und Kupfer unterstützen sich gegenseitig in der Wirkung. Kupfer ist außerdem für die Atmung wichtig. Es befindet sich größtenteils ebenfalls in der Leber sowie im Knochengewebe.

2.9 Mangan

Mangan muß permanent aufgenommen werden, da es nur in geringen Mengen gespeichert werden kann. Mangan ist sehr wichtig für das Knochenwachstum. Es ist Bestandteil vieler Enzyme, so daß es für den gesamten Stoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.

2.10 Zink

Im Futter ist es ausreichend vorhanden, so daß es in der Regel keine Unterversorgung gibt. Allerdings verhindert ein hoher Kalziumgehalt die Zinkaufnahme. Bei einem hohen Kalziumgehalt oder zusätzlicher Gaben während der Brut sollte auch die Zinkversorgung berücksichtigt werden. Zink befindet sich hauptsächlich in der Bauchspeicheldrüse, der Leber, den Nieren und den Knochen. Zink ist neben Kalzium, Phosphor und Magnesium ebenfalls wichtig für den Knochenaufbau, aber auch für Haut und Federn.

2.11 Kobalt

Kobalt befindet sich in nur sehr geringen Mengen im Vogelkörper. Als Bestandteil des Vitamins B12 sollte es bei einer guten Vitaminversorgung nicht zu einem Mangel kommen.

2.12 Iod

Schilddrüse und Iod gehören ebenso zusammen wie Natrium und Chlorid. Es wird für das Hormon Thyroxin gebraucht. Ein Iodmangel führt wie beim Menschen auch zu einer Kropfbildung: besonders anfällig sind Sittiche, z.B. Wellensittiche, die nur mit einer Körnermischung ernährt werden. Iod ist z.B. in Sepia enthalten.

2.13 Die Spurenelemente Selen, Fluor, Chrom, Zinn, Vanadium, Nickel und Silicium

Bei einer abwechslungsreichen Ernährung kommt es nicht zu einem Mangel an den genannten Spurenelementen. Bei einer zusätzlichen Verabreichung ist die Herstellerangabe strikt einzuhalten, da es leicht zu Vergiftungen kommen kann.

3. Obst, Gemüse und Grünfutter

3.1 Obst

An Obst kann eigentlich alles außer der Avocado gegeben werden. Bei Wellensittichen sollte man wegen Gefahr von Megabakterien nicht soviel oder gar kein Obst geben. Auch bei einer Pilzinfektion sollte man auf süßes Obst verzichten, da sich Pilze dann sehr schnell vermehren können. Der Renner bei Wellensittichen sind aber wohl Äpfel. Weiches Obst, wie z.B. Bananen wird eher verschmäht. Die Katharinasittiche mögen neben Äpfeln auch Birnen, Kiwi, Weintrauben, Ananas und auch Bananen. Was die Sittiche nicht kennen wird eventuell am Anfang erst einmal mißtrauisch beäugt: aber nicht die Geduld verlieren und immer wieder anbieten. Hilfreich ist es, wenn man mehrere Tiere hat; da siegt oft der Futterneid. Sehr gut ist natürlich Obst aus Eigenanbau.

3.2 Gemüse

Auch bei Gemüse gilt es auszuprobieren, was gerne gefressen wird. Und ebenfalls immer mal wieder anbieten. Auch die Art und Weise wie man es anbietet kann einen Unterschied machen: ich habe z.B. festgestellt, daß meine Tiere die Möhren lieber mögen, wenn ich sie halbiere, da sie lieber von innen nach außen fressen. Besonders vitaminreich sind die grünen oder roten, bzw. orangenen Gemüsesorten. Auf der Speisekarte sollten niemals Möhren fehlen, da sie sehr vitaminreich sind. Gerne wird auch die Salatgurke genommen. Gängige Gemüsesorten sind: Möhren, Gurke, Paprika, Chicoree, Fenchel, rote Beete, Chinakohl, Kohlrabi (Knolle und junge Blätter), Spinat/Mangold. Blattsalate sollten nur in Maßen gegeben werden, da sie viel Nitrat enthalten (können); und der Nährwert von Blattsalaten ist auch nicht besonders hoch. Nasse Salatblätter werden gerne für ein Bad genutzt  

3.2 Grünfutter

Unter Grünfutter möchte ich die Kräuter und die "Unkräuter" zusammen fassen. Neben Vitaminen besitzen sie Mineral- und Ballaststoffe sowie ätherische Öle, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben, da sie oft eine antibakterielle und/oder fungizide Wirkung besitzen. Auf Fensterbank und Balkon lassen sie sich leicht ziehen, und können auch gut im Winter angeboten werden.

Alle (Un)Kräuter enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe, Gerb- und Bitterstoffe, was ich nicht jedes Mal einzeln aufführe. Ätherische Öle wirken in höheren Konzentration oft hautreizend, so daß vor einem Zuviel gewarnt werden muß. Sekundäre Pflanzenstoffe, Gerb- und Bitterstoffe wirken sich durch die Bank weg positiv auf den Organismus aus, weshalb man (Un)Kräuter zurecht als Gesundheitsmittel bezeichnen kann. Daher empfiehlt es sich, seine Tiere daran zu gewöhnen, und sie abwechselnd anzubieten.

3.2.1 Basilikum

Über Basilikum haben sich meine direkt beim ersten Anbieten sofort drüber hergemacht. Die ätherischen Öle besitzen entwurmende und entzündungshemmende Eigenschaften. Es läßt sich leicht auf dem Balkon ziehen. Angenehmer Nebeneffekt: die Voliere riecht gut!

3.2.2 Gänseblümchen

Auf jeder Gartenwiese (und ich meine Wiese und nicht englischen Rasen) befinden sich Gänseblümchen: einfach die geöffneten Blüten sammeln und den Tieren geben.

3.2.3 Giersch

Giersch ist reich an Vitaminen (Vitamin C und Karotin) und Mineralien (Kalium, Eisen) und ein traditionelles Heilmittel gegen Gicht. Außerdem wirkt er krampflösend, entgiftend und blutreinigend. Beim Sammeln darauf achten, daß man ihn nicht mit anderen Doldenblütlern verwechselt. Man kann die (jungen) Blätter reichen.

3.2.4 Hirtentäschelkraut

Vom Hirtentäschelkraut kann die ganze Pflanze angeboten werden. Sie befindet sich ebenfalls oft im eigenen Garten. Die halbreifen und reifen Samen werden sehr gerne gefressen.

3.2.5 Kresse und Kapuzinerkresse

Kresse läßt sich sehr leicht auf einem Stück Küchenkrepp ziehen und ist nach ca. einer Woche fertig zum Verfüttern. Kresse enthält Senföle, die eine antibakterielle Wirkung haben, und schmeckt daher leicht scharf im rohen Zustand. Daneben enthält es Vitamin C und B, Folsäure und Eisen und Kalzium.

Die Kapuzinerkresse, die in keinem Bauerngarten fehlen darf, zeigt im Sommer eine herrliche Pracht an eßbaren Blüten. Die Blüten kann man auch den Sittichen geben.

3.2.6 Löwenzahn

Die gelben Blüten sieht man schon von Weitem und sind im eigenen Garten oft nicht gern gesehen. Aber Blätter, v.a. junge Blätter, und Blüten werden gerne gefressen. Auch die Wurzel kann man anbieten. Der Gartenboden kann dabei ruhig an der Wurzel gelassen werden. Gerade Lehmboden kann einen positiven Gesundheitseffekt haben (bindet Giftstoffe). Die halbreifen und auch reifen Samen kann man anbieten, daher die verblühten Blüten pflücken. Löwenzahnblätter haben einen sehr hohen Vitamin E-Gehalt!

3.2.7 Majoran (Oregano)

Reich an ätherischen Ölen wirkt es antibakteriell. Oraganoöl gibt es zu kaufen und kann dem Trinkwasser zugesetzt werden. Getrocknet kann es unters Ei- oder Keimfutter gemischt werden, sowie in Keksen verbacken werden. Da die Blattunterseite feine Härchen besitzt, kann es sein, daß es von Sittichen nicht so gut angenommen wird (gilt auch für Salbei).

3.2.8 Petersilie

Ebenfalls leicht auf Balkon oder Fensterbank zu ziehen ist die Petersilie. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und darf getrost gegeben werden. Einige (ältere) Literatur warnt vor giftigen Inhaltsstoffen, die aber in der kultivierten Art nur noch sehr gering enthalten sind.

3.2.9 Rainfarn

Rainfarn wird auch Wurmkraut genannt. Daher sollte es nicht ständig zur Verfügung gestellt werden. Ab und zu kann man es als ganze Pflanze blühend oder ausgereift reichen.

3.2.10 Schafgarbe

Schafgarbe findet sich ebenfalls häufig in Gärten: junge Blätter und Blüten können gereicht werden.

3.2.11 Schnittlauch

Schnittlauch gehört zum Zwiebelgemüse. Der charakteristische Geschmack rührt vom Lauchöl her. Besonders reich ist Schnittlauch an den Vitaminen A und C. Auch er läßt sich leicht auf Balkon und Fensterbank ziehen und ist zudem winterhart. Gekaufte Töpfe sollten möglichst rasch in größere Kübel umgetopft und dabei der Wurzelballen geteilt werden. Die einzelnen Pflänzchen stehen sehr dicht beieinander und neigen sonst zur Schimmelbildung. Die Blüten sehen sehr hübsch aus und können ebenfalls verfüttert werden.

3.2.12 Thymian

Thymian ist ein anerkanntes Heilkraut und reich an ätherischen Ölen und sollte daher nur in Maßen gegeben werden. Es wirkt antibakteriell, fungizid und antiviral, sowie schleimlösend. Als Tee kann man es gut im Krankheitsfall reichen. Getrocknet kann es gut unter Ei- oder Keimfutter gemischt oder in Keksen verbacken werden.

3.2.13 Vogelmiere

Die Vogelmiere trägt ihren Namen wahrlich nicht umsonst: sie ist bei allen Sittichen heiß begehrt! Auch sie wächst gut in Gärten oder auch im Topf auf dem Balkon bis lange in den Herbst, bzw. Frühwinter. Neben Vitaminen und Mineralien enthält Vogelmiere Zink. Als Heilkraut lindert es Schmerzen und kann bei Rheuma- und Gelenkschmerzen verwendet werden.

3.2.14 Wegerich

Wegerich ist leicht im Garten, auf Brachflächen oder am Wegesrand zu finden. Er wirkt ebenfalls antibakteriell und kann als ganze Pflanze gegeben werden. Er enthält das Spurenelement Silicium. Besonders gerne werden die halbreifen oder reifen Samen gefressen.